Sowohl Tagesgeldkonten als auch Festgeldeinlagen erzielen in der Regel nennenswerte Zinserträge und sind somit für jeden Betrieb sinnvoll, der ungenutzte Geldreserven unverzinst auf dem Girokonto liegen hat. Dabei gibt es zwei nennenswerte Unterschiede zwischen Tages- und Festgeld. Erstens ist Tagesgeld wesentlich flexibler als Festgeld, zweitens ist die Verzinsung bei längerer Einlagedauer bei Festgeld-Konten in der Regel höher als bei Tagesgeld-Konten. Somit ist die zu treffende Entscheidung in der Regel nicht die zwischen Tages- und Festgeld allgemein, sondern meistens konkret welche Beträge wann und wie angelegt werden um einerseits optimale Rendite zu erarbeiten und andererseits nicht im Tagesgeschäft zu fehlen.

Die Verzinsung bei Festgeld ist von der Einlagehöhe und -dauer abhängig und fängt bei etwa 1% bei Anlagen von kurzer Dauer, wie einem oder zwei Monaten, an. Für längerfristige Einlagen werden Zinssätze von bis zu 5% angeboten, hierfür muss das Geld aber bei den meisten Anbietern mindestens für vier oder fünf Jahre angelegt werden. Tagesgeld sollte üblicherweise einen Zinssatz von 1,5%, derzeit bis zu 2,5% erzielen. Dieser Zinssatz ist normalerweise unabhängig von der Einlagenhöhe oder einer Mindesteinlage und kann in der Regel vierteljährlich, halbjährlich oder jährlich ausgezahlt werden, während bei Festgeld-Konten die Zinszahlung häufig auch erst mit dem Ende der Kontolaufzeit erfolgt.

Mit der täglichen Verfügbarkeit ist das Tagesgeld also erheblich flexibler als Festgeld und beinahe so flexibel wie ein Girokonto, wobei Ein- und Auszahlungen allerdings in der Regel nur über ein Referenz-Girokonto erfolgen können. Für kurzfristige Einlagen die z.B. nur wochenweise auf dem Tagesgeldkonto geparkt werden, oder für Einlagen die schnell wieder verfügbar sein müssen ist also Tagesgeld dem Festgeld überlegen. Außerdem erzielt es für kurzfristige Anlagen bis zu einem halben Jahr die höheren Zinserträge und ist somit auch für kleinere Betriebe ohne größere finanzielle Reserven eine attraktive Lösung. “